Die Falle: Warum Portale das Handwerk „verramschen“
Handwerk muss sich wieder lohnen. Leadportale arbeiten aber oft genau gegen dieses Ziel. Der Mechanismus dahinter ist simpel: Ein Kunde sucht etwas, und das Portal verkauft diese eine Anfrage an drei, fünf oder im PV-Bereich sogar an noch mehr Betriebe gleichzeitig.
Das Ergebnis? Ein gnadenloser Preiskampf. Sie investieren Zeit für die Beratung, Ihre Mitarbeiter fahren raus, und am Ende gewinnt oft derjenige, der sich am weitesten unter Wert verkauft. So wird das Handwerk regelrecht verramscht. Wer nur über Portale arbeitet, bleibt für den Kunden austauschbar und vernichtet seine eigene Marge.
Ein Rechenbeispiel, das Augen öffnet
Schauen wir uns die nackten Zahlen unseres Partners aus dem Bereich Bauelemente an. Die Bilanz seines letzten Jahres ist erschreckend:
- Leadportale: 84.000 € Budget → 950 Anfragen → 42 Aufträge.
- Eigene Werbung: 8.500 € Budget → 150 Anfragen → 22 Aufträge.
Das bedeutet: Mit eigener Werbung hat er für ein Zehntel des Budgets bereits die Hälfte der Aufträge geholt. Die Abschlussquote bei den Portalen lag bei mickrigen 5 %, während sie bei seinen eigenen Anfragen bei 15 % lag. Warum? Weil die Kunden bei eigener Werbung Ihnen die Anfrage schicken und nicht einem anonymen Portal. Sie haben keine Konkurrenz, die im selben Moment am Telefon drängelt.
Warum „Bekanntheit wie ein bunter Hund“ unbezahlbar ist
Ein riesiger Nachteil von Portalen wird oft vergessen: Sie bleiben unsichtbar. Wenn Sie 80.000 € an ein Portal überweisen, machen Sie nur das Portal bekannter, aber nicht Ihren eigenen Betrieb.
Investieren Sie dasselbe Geld (oder sogar deutlich weniger) in eigenes Marketing auf Social Media oder Google, passiert Folgendes:
- Branding-Effekt: Die Leute in Ihrer Region sehen Ihr Logo, Ihr Gesicht und Ihre Arbeit. Sie werden zum „bunten Hund“.
- Vertrauensvorschuss: Wenn ein Kunde Sie direkt kontaktiert, hat er sich bereits für Sie entschieden. Die Preisdiskussion tritt in den Hintergrund.
- Nachhaltigkeit: Ein Leadportal kann morgen die Preise erhöhen oder die Qualität senken. Ihr eigener Werbekanal gehört Ihnen und macht Sie unabhängig.
Checkliste: Lohnt sich Ihr Leadportal noch?
- Abschlussquote prüfen: Wie viele der gekauften Leads führen wirklich zu einem lukrativen Auftrag? (Nicht nur zum Umsatz, sondern zum Gewinn!)
- Zeitaufwand messen: Wie viel Zeit verplempern Sie und Ihr Team mit Kunden, die ohnehin nur den billigsten Preis suchen?
- Sichtbarkeit checken: Kennt man Ihren Betrieb in der Region, oder kennt man nur das Portal, über das Sie kommen?
Fazit: Weg von der Abhängigkeit, hin zur eigenen Marke
Leadportale sind wie eine Droge: Am Anfang helfen sie, Aufträge reinzuholen, aber am Ende machen sie abhängig und fressen die Marge auf. Wer langfristig wachsen und seine Mitarbeiter ordentlich bezahlen will, muss raus aus der Vergleichbarkeit. Eigene Werbung ist nicht nur effektiver, sondern baut Ihnen einen echten Unternehmenswert in Ihrer Region auf. Rechnen Sie Ihre Zahlen einmal kritisch nach – es lohnt sich fast immer, das Budget umzuschichten.
Möchten Sie wissen, wie Sie in Ihrer Region eigene Anfragen generieren, bei denen Sie nicht mehr gegen fünf Mitbewerber um den Preis feilschen müssen?
Lassen Sie uns gemeinsam einen Plan aufstellen, wie Sie sich von Leadportalen unabhängig machen und Ihre eigene Marke stärken.






