Die drei Wege, um im Kopf des Kunden zu bleiben
Wenn Sie wollen, dass Ihr Kunde auch beim nächsten Projekt zuerst an Sie denkt, müssen Sie präsent sein. „Aus den Augen, aus dem Sinn“ gilt im Handwerk leider extrem schnell. Wer sich nicht meldet, existiert nicht.
Hier sind drei einfache Wege, wie Sie systematisch Kontakt halten, ohne aufdringlich zu sein:
1. Der systematische Nachfass-Anruf
Legen Sie sich im Büro ein System oder einen Kalendereintrag an: Genau ein Jahr nach Abschluss des Projekts ruft der Vertriebler oder der Chef kurz an.
- Die Botschaft: „Hallo Herr Müller, wir haben vor einem Jahr Ihre Fenster eingebaut. Ist alles zu Ihrer Zufriedenheit? Klemmt irgendwo was?“
- Der Effekt: Das sorgt für enorme Wertschätzung. Und ganz nebenbei können Sie erwähnen: „Übrigens, wir haben gerade eine Aktion für Terrassendächer – falls das bei Ihnen mal Thema wird.“
2. Post und Events (Anfassbare Werbung)
E-Mails werden oft gelöscht, Flyer landen im Altpapier. Aber eine Einladung zu einem „Tag der offenen Tür“ oder eine schicke Grußkarte zum Jubiläum bleibt auf dem Küchentisch liegen.
- Laden Sie Bestandskunden einmal im Jahr zu einem kleinen Event im Betrieb ein.
- Schicken Sie Infopost zu neuen Produkten raus, die das erste Projekt ergänzen (z.B. Insektenschutz passend zu den Fenstern).
3. Digitale Kanäle nutzen (E-Mail & WhatsApp)
Es muss nicht immer der teure Brief sein. Ein kurzer Gruß per WhatsApp oder ein Newsletter mit aktuellen Projekten erinnert den Kunden: „Stimmt, die Firma Meyer gab’s ja auch noch – die haben damals echt gute Arbeit geleistet.“
Warum Empfehlungen kein Zufall sind
Viele Handwerker verlassen sich darauf, dass sie „organisch“ empfohlen werden. Aber Hand aufs Herz: Nach zwei Jahren wissen viele Kunden gar nicht mehr genau, wie Ihre Firma hieß. Sie erinnern sich an die gute Erfahrung, aber der Name ist weg.
Wenn Sie aber regelmäßig Kontakt halten (über Telefon, Post oder E-Mail), liefern Sie dem Kunden das Werkzeug, Sie aktiv weiterzuempfehlen. Wenn der Nachbar fragt: „Mensch, tolles Dach, wer hat das gemacht?“, hat Ihr Kunde Ihre letzte Karte oder Nachricht noch im Kopf und schickt ihn direkt zu Ihnen.
Kleiner Profi-Tipp: Ein Immobilienmakler hat uns ein Jahr nach dem Einzug ins neue Büro eine Torte zum Jubiläum vorbeigebracht. Wer glauben Sie, bekommt den Zuschlag für das nächste Objekt? Es muss nicht immer die Torte sein, aber kleine Gesten bleiben hängen.
Fazit: Bestandskunden sind die günstigsten Neukunden
Neukundenakquise kostet Zeit und Geld. Einen Bestandskunden zu halten, kostet oft nur einen Anruf oder eine Briefmarke. Wer es schafft, den Kundenwert über die Jahre zu verdreifachen, weil der Kunde erst die Fenster, dann das Dach und später die Wartung bei Ihnen kauft, macht seinen Betrieb krisenfest. Handwerk muss sich wieder lohnen – und das fängt damit an, dass man das Potenzial, das man bereits im Haus hat, auch wirklich nutzt.
Möchten Sie wissen, wie Sie ein solches System zur Kundenbindung in Ihrem Betrieb ohne großen Zeitaufwand einführen können?
Lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihre Bestandskunden zu Ihren treuesten Fans machen.






