Social Media im Handwerk: Welche Plattformen bringen wirklich Ergebnisse?
Social Media ist für Handwerksbetriebe längst kein „Nice‑to‑have“ mehr. Die Frage ist nicht ob, sondern wo Sie aktiv sein sollten. Denn nicht jede Plattform eignet sich gleichermaßen für Kunden‑ oder Mitarbeitergewinnung im Handwerk.
In diesem Beitrag erhalten Sie eine ehrliche Einordnung der wichtigsten Social‑Media‑Kanäle – basierend auf praktischer Erfahrung aus zahlreichen Handwerksbetrieben.
Plattformen mit eingeschränkter Eignung für Handwerksbetriebe
Pinterest: Hohe Inspiration, wenig Abschlüsse
Pinterest ist eine bildlastige Plattform, die vor allem für Inspiration genutzt wird – beispielsweise für Küchen, Bäder oder Wohnideen. Das Problem für Handwerksbetriebe:
- sehr hohe Konkurrenz
- geringe Sichtbarkeit einzelner Anbieter
- kaum direkte Kauf‑ oder Anfrageabsicht
Pinterest kann als Ergänzung im Marketing‑Mix sinnvoll sein, eignet sich jedoch nicht als primärer Kanal, um planbar Aufträge oder Bewerbungen zu generieren.
LinkedIn: Stark im B2B, schwach im klassischen Handwerk
LinkedIn ist eine Plattform für Unternehmen, Entscheider und Business‑Themen. Für klassische Handwerksbetriebe gilt jedoch:
- Endkunden suchen dort keine Handwerker
- Fachkräfte im Handwerk sind dort kaum aktiv
- Werbung ist vergleichsweise teuer
Für Imagepflege oder Vernetzung kann LinkedIn sinnvoll sein, für direkte Neukunden‑ oder Mitarbeitergewinnung im Handwerk jedoch meist ungeeignet.
TikTok: Hohe Reichweite, aber eingeschränkte Steuerbarkeit
TikTok bietet enorme Reichweiten und wird zunehmend auch als Suchplattform genutzt. Dennoch gibt es klare Einschränkungen:
- Der Algorithmus ist stark darauf ausgelegt, Nutzer auf der Plattform zu halten
- Externe Weiterleitungen (z. B. zu Bewerbungen oder Anfragen) funktionieren schlechter
- Werbung kann schnell teuer werden
TikTok eignet sich aktuell eher für Sichtbarkeit und Employer Branding, weniger für planbare Anfragen oder Bewerbungen.
Die besten Social‑Media‑Plattformen für Handwerksbetriebe
Facebook & Instagram (Meta): Der klare Favorit
Facebook und Instagram gehören beide zum Meta‑Konzern und bieten aus Erfahrung die besten Ergebnisse für Handwerksbetriebe.
Warum diese Plattformen so gut funktionieren:
- sehr große Nutzerbasis in allen Altersgruppen
- technisch ausgereifte Werbesysteme
- Algorithmen sind gezielt auf Anfragen und Bewerbungen optimiert
- ideal für bild‑ und videobasiertes Marketing
Handwerksleistungen lassen sich emotional und visuell hervorragend darstellen: Projekte, Vorher‑/Nachher‑Bilder, Baustelleneinblicke oder Mitarbeiterporträts.
Kunden‑ und Mitarbeitergewinnung mit Bildern und Videos
Handwerk lebt von Ergebnissen, Emotionen und Vertrauen. Genau das lässt sich über Instagram und Facebook hervorragend transportieren:
- Einblicke in den Arbeitsalltag
- abgeschlossene Projekte
- Team‑Atmosphäre
- Werte und Arbeitsweise
Potenzielle Kunden und Bewerber erhalten innerhalb weniger Sekunden ein klares Bild davon, was Sie anbieten – und wie es ist, bei Ihnen zu arbeiten.
Ein wichtiger Hinweis: Fokus statt Plattform‑Hopping
Ein häufiger Fehler im Online‑Marketing ist das ständige Wechseln der Plattformen. Eine Woche läuft es gut, dann schlechter – und schon wird der nächste Kanal ausprobiert.
Dieses Verhalten führt selten zum Erfolg.
Bewährt hat sich stattdessen:
- Fokus auf Facebook & Instagram
- Systeme sauber aufbauen
- Prozesse optimieren
- Erst danach zusätzliche Kanäle testen
Social Media ist kein Glücksspiel, sondern ein System.
Fazit: Klarer Fokus bringt die besten Ergebnisse
Für Handwerksbetriebe gilt:
- Facebook & Instagram sind aktuell die stärksten Plattformen
- andere Kanäle können ergänzen, aber nicht ersetzen
- Konstanz und Strategie schlagen jeden kurzfristigen Trend
Wer Social Media gezielt einsetzt, schafft planbare Anfragen, bessere Bewerbungen und eine starke Außenwahrnehmung – und legt damit die Grundlage für nachhaltigen Unternehmenserfolg.






