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Zu viele Aufträge oder zu wenig Zeit? Wann Sie wirklich neue Mitarbeiter einstellen sollten

Sie kennen das: Die Auftragsbücher sind voll, das Telefon steht nicht still und eigentlich bräuchten Sie gestern schon Verstärkung. Aber dann kommen die Zweifel. Was ist, wenn die Auftragslage wieder abflacht? Bezahl ich die Leute dann fürs Däumchendrehen? Oder noch schlimmer: Sie stellen jemanden „auf Vorrat“ ein, nur damit er da ist, und am Ende gewöhnt sich das Team an ein gemütliches Tempo, das Sie später teuer zu stehen kommt.

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Die Gefahr: Einstellen „auf Vorrat“

Es klingt im ersten Moment logisch: Wenn ich wachsen will, brauche ich Leute. Also stelle ich ein, sobald mir ein guter Mann oder eine gute Frau über den Weg läuft. Doch Vorsicht: Wenn die Auslastung noch gar nicht da ist, passiert etwas Gefährliches in der Betriebskultur.

Wenn Ihre Mitarbeiter nur zu 60 % oder 70 % ausgelastet sind, gewöhnen sie sich an dieses langsame Tempo. Das wird zum neuen Standard. Wenn dann die großen Aufträge kommen und plötzlich 100 % Leistung gefragt sind, bricht das System zusammen, weil das Team überfordert ist. Leute, die sich an Unterauslastung gewöhnt haben, kriegen Sie nur schwer wieder auf volle Fahrt.

Freikaufen statt nur Verwalten: Die Rolle des Chefs

Als Geschäftsführer eines Handwerksbetriebs mit 10 bis 100 Mitarbeitern sollten Sie sich eine entscheidende Frage stellen: Wofür nutzen Sie eigentlich Ihre eigene Zeit?

Wachstum entsteht nicht dadurch, dass Sie noch mehr Zeit auf der Baustelle verbringen oder bis spät abends Angebote tippen. Mitarbeiter einzustellen bedeutet in erster Linie, sich selbst freizukaufen.

  • Bestandsaufnahme: Schauen Sie in Ihren Kalender. Welche Aufgaben blockieren Sie?
  • Der 40%-Check: Verbringen Sie fast die Hälfte Ihrer Woche mit Aufgaben wie Aufmaßen oder Angebotserstellung, auf die Sie eigentlich keine Lust mehr haben?
  • Delegation durch Einstellung: Suchen Sie gezielt jemanden, der genau diesen Prozess (z.B. Angebote schreiben) übernimmt.

Das Ziel ist nicht, dass Sie weniger arbeiten, sondern dass Sie an den Dingen arbeiten, die den Betrieb wirklich voranbringen – wie die strategische Planung oder die Kundengewinnung.

Warum 110 % Last manchmal gut sind

Es klingt hart, aber eine zeitweise Überlastung Ihres Teams ist oft der beste Indikator für echtes Wachstum. Wenn Sie und Ihre Leute mal zwei, drei Monate auf 110 % laufen, wird eines ganz schnell klar:

  1. Wo hakt es in unseren Abläufen?
  2. Welche Aufgaben sind eigentlich Zeitverschwendung und bringen gar keinen Gewinn?
  3. Welche Prozesse müssen wir automatisieren oder vereinfachen?

In diesen Phasen der Hochspannung kristallisieren sich die echten Engpässe heraus. Erst wenn Sie merken, dass es ohne Verstärkung dauerhaft nicht mehr geht, ist der richtige Moment für die nächste Einstellung gekommen.

Fazit: Strategisch wachsen statt Löcher stopfen

Mitarbeitergewinnung im Handwerk ist kein Glücksspiel. Es geht darum, im richtigen Moment die Bremse zu lösen. Stellen Sie erst ein, wenn die Last hoch genug ist, um neue Prozesse zu rechtfertigen, und nutzen Sie neue Mitarbeiter gezielt, um sich als Chef aus dem Tagesgeschäft herauszuziehen. So bleibt Ihr Team effizient und Sie behalten den Kopf frei für die Führung Ihres Unternehmens.

Über uns:

Wir sind die A&M Beratung und unterstützen Handwerksbetriebe seit Jahren erfolgreich dabei, sichtbar in ihrer Region zu werden, mehr Aufträge und Fachkräfte zu gewinnen.

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