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Der Fachkräftemangel im Handwerk ist kein neues Problem – neu ist, dass klassische Stellenanzeigen allein kaum noch reichen, um ihn auszugleichen. Wer heute Mitarbeiter und Azubis gewinnen will, braucht einen Mix aus mehreren Kanälen und eine Betriebsmarke, die junge Bewerber überhaupt erst kennen.
Stellenportale erreichen nur Menschen, die aktiv suchen. Der größte Teil möglicher Bewerber im Handwerk sucht aber gar nicht aktiv – Social Recruiting und Empfehlungsmarketing sprechen diese passive Zielgruppe direkt in ihrem gewohnten Umfeld an.
Eine erste Einordnung liefert unser Beitrag „Was kostet Mitarbeitergewinnung im Handwerk?" – als Faustregel gilt auch hier: Der Preis pro Bewerbung sollte in einem vernünftigen Verhältnis zu den Kosten einer unbesetzten Stelle stehen, nicht isoliert betrachtet werden.
Neue Mitarbeiter zu gewinnen ist die eine Hälfte der Aufgabe – sie zu halten die andere, oft unterschätzte. Wie eine glaubwürdige Arbeitgebermarke und gezielte Bindungsmaßnahmen zusammenwirken, zeigen die Beiträge „Arbeitgebermarke im Handwerk aufbauen" und „Mitarbeiterbindung im Handwerk".
Azubi-Recruiting funktioniert nach eigenen Regeln: Die Zielgruppe ist jünger, die Kanäle verschieben sich stärker Richtung Instagram und TikTok, und die Entscheidung fällt oft gemeinsam mit den Eltern. Die passenden Cluster-Artikel dazu finden Sie im Artikel-Raster unterhalb dieses Leitfadens.