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Marketing
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October 21, 2026

Google Ads vs. Facebook-Werbung im Handwerk: Kostenvergleich mit Rechner

Google Ads und Facebook-Werbung kosten im Handwerk unterschiedlich viel pro Klick und bringen unterschiedlich entschlossene Anfragen. Der Vergleich zeigt Richtwerte, eine Beispielrechnung und einen Rechner für Ihre Kosten pro Auftrag.

Porträtfoto von Marvin Flenche, A&M Unternehmerberatung
Marvin Flenche
Laptop, Smartphone mit Diagramm und Lupe auf dem Schreibtisch beim Kostenvergleich von Online-Werbung

Ein Kunde, dessen Heizung ausfällt, googelt einen Betrieb. Ein Hausbesitzer, der über ein neues Bad nachdenkt, scrollt durch Instagram. Beide erreichen Sie mit Online-Werbung, aber auf unterschiedlichem Weg und zu unterschiedlichen Kosten. Dieser Beitrag vergleicht Google Ads und Facebook- und Instagram-Werbung (Meta Ads) für Handwerksbetriebe: Klickpreise, Budget, Anfragequalität und die Rechnung, die am Ende zählt.

Kurz gesagt: Bei Google zahlen Sie mehr pro Klick, erreichen aber Menschen, die gerade suchen. Bei Facebook und Instagram ist der Klick günstiger, aber die Nachfrage muss erst geweckt werden. Welcher Kanal pro Auftrag günstiger ist, hängt von Ihren eigenen Quoten ab. Mit dem Rechner weiter unten testen Sie das.

Google Ads und Facebook-Werbung auf einen Blick

KriteriumGoogle AdsFacebook und Instagram (Meta Ads)
Wer wird erreicht?Menschen, die aktiv nach einer Leistung suchenMenschen im Feed, die nicht gezielt suchen
Abrechnungmeist pro Klickmeist pro 1.000 Einblendungen (CPM) oder pro Klick
Typischer Preis im HandwerkKlick etwa 2 bis 6 EuroKlick etwa 0,50 bis 1,30 Euro, 1.000 Einblendungen etwa 6 bis 12 Euro
Einstiegsbudgetkein Mindestbudget, Empfehlung für lokale Betriebe 300 bis 500 Euro im Monatab 1 Euro am Tag möglich, empfohlen 15 bis 30 Euro pro Tag und Anzeigengruppe
Stärkehohe Kaufabsicht, Anfragen schon nach kurzer Zeitgünstige Reichweite, Bilder und Videos, Projekte mit Vorlauf
Schwächeteure Klicks bei umkämpften SuchbegriffenAnfragen oft weniger entschlossen
Passt besonders für (Einschätzung)Notdienst, Reparatur, AustauschBad, Photovoltaik, Terrassendach, Mitarbeitergewinnung

Was kosten Google Ads und Facebook-Werbung im Handwerk?

Beide Plattformen funktionieren als Auktion: Sie legen ein Budget fest, und die Plattform entscheidet bei jeder Gelegenheit, wessen Anzeige erscheint. Der Unterschied liegt darin, wofür Sie zahlen.

Google Ads: Sie zahlen für den Klick

Bei Suchanzeigen zahlen Sie, wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt. Für das Handwerk nennen Auswertungen Klickpreise von etwa 2 bis 6 Euro, einzelne Suchbegriffe liegen je nach Gewerk, Region und Wettbewerb deutlich darüber oder darunter. Ein Mindestbudget gibt Google nicht vor. Mit einem Tagesbudget von 10 Euro geben Sie im Monat rund 304 Euro aus, denn Google rechnet mit 30,4 Tagen. Wie Sie eine lokale Kampagne aufsetzen, steht im Leitfaden Google Ads für Handwerker.

Facebook und Instagram: Sie zahlen für Reichweite

Hier rechnen Plattform und Agenturen meist mit dem Preis pro 1.000 Einblendungen. Für Handwerk und Dienstleistung nennt Ostend Digital etwa 6 bis 12 Euro, bei Klickpreisen von 0,50 bis 1,30 Euro und einer Klickrate von 0,9 bis 1,3 Prozent. Lead-Kampagnen mit Formular kosten laut derselben Auswertung eher 8 bis 18 Euro pro 1.000 Einblendungen. Die Kosten pro Kontakt liegen branchenübergreifend bei etwa 5 bis 50 Euro, eine eigene Spanne für das Handwerk gibt es dort nicht.

Beispielrechnung mit 500 Euro im Monat

Dieselbe Rechnung für beide Kanäle, mit Annahmen für die Quoten. Es sind Platzhalter, keine Messwerte:

SchrittGoogle AdsFacebook und Instagram
Monatsbudget500 Euro500 Euro
Preis4,00 Euro pro Klick9 Euro pro 1.000 Einblendungen, Klickrate 1,1 Prozent, also rund 0,82 Euro pro Klick
Klicks125rund 611
Anfragequote nach Klick5 Prozent2 Prozent
Anfragenrund 6rund 12
Kosten pro Anfrage80 Eurorund 41 Euro
Abschlussquote der Anfragen30 Prozent15 Prozent
Aufträgerund 1,9rund 1,8
Kosten pro Auftragrund 267 Eurorund 273 Euro

Der Klick ist bei Facebook deutlich billiger, die Anfrage ebenfalls. Weil in dieser Annahme weniger Anfragen zum Auftrag werden, landen beide Kanäle bei den Kosten pro Auftrag fast gleichauf. Genau deshalb ist der Klickpreis die falsche Vergleichszahl. Ob Ihre Facebook-Anfragen wirklich schlechter oder besser abschließen, zeigt nur Ihre eigene Auswertung.

Kostenrechner: Google Ads gegen Facebook-Werbung

Tragen Sie Ihr Budget, Ihren Auftragswert und Ihre Quoten ein. Der Rechner zeigt sofort, was Anfragen und Aufträge in beiden Kanälen kosten würden. Wenn Sie Ihren Auftragswert nicht genau kennen, hilft der Anfragen-Aufträge-Rechner.

Kostenrechner: Google Ads gegen Facebook-Werbung

Allgemein

Google Ads

Facebook und Instagram

Google Ads

Klicks-
Anfragen-
Kosten pro Anfrage-
Aufträge-
Werbekosten in % vom Auftragswert-
-
Kosten pro Auftrag

Facebook und Instagram

Klicks-
Anfragen-
Kosten pro Anfrage-
Aufträge-
Werbekosten in % vom Auftragswert-
-
Kosten pro Auftrag
Die voreingestellten Werte sind Platzhalter aus Branchen-Richtwerten und Annahmen, keine Messwerte aus unseren Kampagnen. Tragen Sie Ihre eigenen Zahlen aus Google Ads, dem Meta-Werbeanzeigenmanager und Ihrer Angebotsverfolgung ein.

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Wie viele Anfragen sind in Ihrer Region für Ihren Betrieb drin?

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Welcher Kanal passt zu Ihrem Betrieb?

Die Antwort hängt davon ab, wie Ihre Kunden zu einer Entscheidung kommen. Eine Einschätzung nach Situation:

SituationEmpfehlungWarum
Notdienst, Reparatur, StörungGoogle Ads zuerstKunden suchen genau jetzt und rufen einen der ersten passenden Betriebe an
Projekt mit Vorlauf (Bad, Photovoltaik, Terrassendach, Fenster)beide testen, nacheinanderder Wunsch entsteht oft vor der Suche, Instagram und Facebook können ihn früh wecken
Mitarbeiter findenFacebook und InstagramFachkräfte lassen sich im Feed erreichen, auch wenn sie nicht aktiv suchen
Budget unter etwa 300 Euro im Monatein Kanal, nicht beidezu wenig Daten zum Lernen, wenn sich das Budget aufteilt

Typische Fehler beim Vergleich

  • Nach dem Klickpreis entscheiden: Vergleichen Sie Kosten pro Anfrage und pro Auftrag.
  • Beide Kanäle mit kleinem Budget starten: Dann bekommt keiner genug Daten. Testen Sie lieber nacheinander.
  • Anrufe nicht erfassen: Viele Handwerkskunden rufen an, statt ein Formular auszufüllen. Ohne Anrufmessung wirkt ein Kanal schlechter, als er ist.
  • Keine passende Zielseite: Eine Anzeige ist nur so gut wie die Seite dahinter. Was eine Website kostet und leisten sollte, lesen Sie in Was kostet eine Website für Handwerker?.
  • Anfragen zu spät beantworten: Rufen Sie neue Anfragen möglichst am selben Tag zurück.

Für Mitarbeitergewinnung über Instagram und Facebook zeigt Social Recruiting im Handwerk den Ablauf Schritt für Schritt.

Fazit: Erst rechnen, dann das Budget verteilen

Google Ads holt Kunden ab, die schon suchen. Facebook- und Instagram-Werbung weckt Interesse bei Menschen, die noch nicht suchen. Welcher Weg bei Ihnen weniger pro Auftrag kostet, entscheidet nicht der Klickpreis, sondern die Quote, mit der Anfragen zu Aufträgen werden. Starten Sie mit dem Kanal, der zu Ihrem Angebot passt, messen Sie Anfragen und Anrufe sauber und testen Sie den zweiten Kanal erst danach.

Wenn Sie Ihr Marketing auf mehrere Kanäle verteilen wollen, hilft ein Blick auf die eigene Strategie: Wie Sie eine Werbestrategie bauen, die im Handwerk zündet. Wer Anfragen lieber selbst aufbaut, statt sie über Portale zu kaufen, findet den Weg in Leads selbst generieren und im Vergleich Leadportale im Handwerk. Mehr Beiträge zum Thema gibt es unter Marketing und Kundengewinnung.

Sie wollen wissen, welcher Kanal für Ihren Betrieb mehr Anfragen bringt? → Kostenfreies Erstgespräch vereinbaren.

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet Google Ads für Handwerker im Monat?
Google schreibt kein Mindestbudget vor. Agenturen empfehlen lokalen Betrieben meist 300 bis 500 Euro im Monat, damit genug Klicks zum Lernen zusammenkommen. Die Klickpreise liegen im Handwerk laut Auswertungen häufig bei etwa 2 bis 6 Euro, je nach Gewerk, Region und Wettbewerb. Ein Tagesbudget von 10 Euro entspricht rund 304 Euro im Monat.
Was kostet Facebook- und Instagram-Werbung für Handwerker?
Technisch ist Meta-Werbung ab 1 Euro am Tag möglich. Empfohlen werden etwa 15 bis 30 Euro pro Tag und Anzeigengruppe. Für Handwerk und Dienstleistung nennen Auswertungen Klickpreise von etwa 0,50 bis 1,30 Euro und 6 bis 12 Euro pro 1.000 Einblendungen. Entscheidend ist aber nicht der Klickpreis, sondern, was am Ende eine Anfrage und ein Auftrag kosten.
Ist Google Ads oder Facebook-Werbung besser für Handwerker?
Das hängt von Ihrem Angebot ab. Google Ads erreicht Menschen, die gerade nach Ihrer Leistung suchen, das passt besonders bei Reparatur und akutem Bedarf. Facebook und Instagram erreichen viele Menschen günstig, die noch nicht suchen, das kann bei Projekten mit Vorlauf wie Bad, Photovoltaik oder Terrassendach helfen. Vergleichen Sie beide Kanäle über die Kosten pro Auftrag, nicht über den Klickpreis.
Wie viele Anfragen bringen 500 Euro Werbebudget im Handwerk?
Das lässt sich nur mit eigenen Zahlen sicher sagen. In unserer Beispielrechnung mit Annahmen ergeben 500 Euro bei Google Ads etwa 6 Anfragen und bei Facebook- und Instagram-Werbung etwa 12 Anfragen. Die Facebook-Anfragen schließen in der Rechnung aber seltener ab. Tragen Sie Ihre eigenen Klickpreise und Quoten in den Rechner im Artikel ein.
Kann ich Google Ads und Facebook-Werbung gleichzeitig nutzen?
Ja, sinnvoll ist das aber erst, wenn jeder Kanal genug Budget bekommt. Bei einem kleinen Budget starten Sie besser mit einem Kanal und testen den zweiten danach. Erfassen Sie in beiden Fällen, woher jede Anfrage kommt, auch Anrufe, sonst können Sie die Kosten pro Auftrag nicht vergleichen.
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