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Kundengewinnung
August 14, 2026

Leadportale im Vergleich: Check24, MyHammer, Aroundhome & Co. aus Betriebssicht

Leadportale wie Check24, MyHammer und Aroundhome verkaufen Handwerker-Anfragen in der Regel an mehrere Betriebe gleichzeitig und berechnen dafür zwischen 8 € und rund 120 € pro Anfrage – unabhängig davon, ob daraus später ein Auftrag wird. Dieser Vergleich ordnet die drei großen Portale aus Sicht eines Partnerbetriebs ein: wie sie abrechnen, wie exklusiv Anfragen vergeben werden und wann sich der Griff zum eigenen Marketing stattdessen lohnt.

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Wie Leadportale abrechnen – das Grundprinzip

Die meisten Portale arbeiten mit einem von zwei Modellen: einer Pauschale pro weitergegebener Anfrage oder einem Kontaktkauf pro Ausschreibung. Bei Auftraggeber-Plattformen wie MyHammer kommt zusätzlich eine Provision auf den späteren Auftragswert hinzu. Entscheidend für die Betriebssicht ist vor allem eine dritte Frage: Wird die Anfrage exklusiv oder an mehrere Betriebe gleichzeitig vergeben? Bei Mehrfachvergabe sinkt die realistische Abschlusswahrscheinlichkeit pro gekauftem Lead spürbar, weil mehrere Betriebe um dieselbe Anfrage konkurrieren.

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Portal Abrechnungsmodell Exklusivität Besonderheit
Check24 Pauschale pro Anfrage, ca. 50–120 € – unabhängig vom Auftragsabschluss. Nein: Standard ist die Mehrfachvergabe derselben Anfrage an mehrere Betriebe gleichzeitig. Gebühr fällt laut Handwerker-Berichten oft schon beim Öffnen bzw. Beantworten einer Anfrage an, unabhängig vom Ergebnis.
MyHammer Pay-per-Lead: ca. 8 € (Kleinauftrag) bis über 70 € (Großprojekt) je Kontakt; zusätzlich 5–12 % Provision vom Auftragswert beim Auftraggeber. Nein: Derselbe Lead wird üblicherweise an 3–5 Betriebe gleichzeitig verkauft. Doppelte Kostenstruktur im Markt: Handwerker zahlt die Lead-Gebühr, der Auftraggeber zusätzlich eine Provision auf den Auftragswert.
Aroundhome Pauschale pro qualifizierter Anfrage, stark gewerkabhängig – von wenigen Euro bis dreistellig (z. B. Photovoltaik, Wärmepumpe). Nicht einheitlich dokumentiert – im eigenen Partnervertrag prüfen, ob Anfragen exklusiv oder mehrfach vergeben werden. Telefonische bzw. digitale Vorqualifizierung vor der Weiterleitung; Partnerberichte deuten auf tendenziell höhere Abschlussquoten hin als bei reinen Ausschreibungsportalen.
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Was das für Ihre Kalkulation bedeutet

Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Handwerksbetriebe in Fachforen und Fachmedien führt bei Portalen mit Mehrfachvergabe oft nur ein kleiner Teil der eingekauften Anfragen tatsächlich zu einem Auftrag – die Gebühr fällt aber unabhängig davon an. Das verschiebt die eigentlich relevante Kennzahl: Nicht der Preis pro Anfrage entscheidet über die Wirtschaftlichkeit, sondern der Preis pro tatsächlichem Auftrag. Ein Portal mit niedrigerer Gebühr pro Lead kann in der Praxis teurer sein als ein Kanal mit höherer Gebühr, aber deutlich besserer Abschlussquote.

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Wann lohnt sich ein Leadportal – und wann nicht?

Ein Leadportal kann sinnvoll sein, um kurzfristig Auslastung zu sichern oder einen neuen Betrieb ohne eigene Sichtbarkeit zu starten – hier zählt schnelle Verfügbarkeit mehr als Marge. Nachteilig wird es, wenn ein Betrieb dauerhaft auf mehrfach verkaufte Anfragen angewiesen bleibt, statt eigene, exklusive Anfragen aufzubauen: Die Provision fällt unabhängig vom Abschluss an, und mit steigendem Auftragsvolumen wächst auch die Portalgebühr proportional mit, statt wie bei eigenem Marketing pro Anfrage günstiger zu werden.

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Die Alternative: Eigene Anfragen statt gekaufter Leads

Wie teuer gekaufte Leads in der Praxis werden können, zeigt ein reales Beispiel aus unserem Partnernetzwerk: Ein Betrieb aus dem Bereich Bauelemente investierte rund 84.000 € in verschiedene Leadportale und erhielt dafür 950 Anfragen, aus denen nur 42 Aufträge wurden.

Was eine eigene Anfrage über Google Ads oder Meta tatsächlich kostet und wie sich Leadportale grundsätzlich einordnen lassen, zeigt unsere „Was kostet Kundengewinnung im Handwerk? Echte Zahlen aus 16 Gewerken (2026)“.

Häufig gestellte Fragen

Warum erhalten mehrere Handwerksbetriebe denselben Lead von einem Leadportal?
Weil Leadportale die Kontaktdaten eines Interessenten in der Regel nicht exklusiv verkaufen, sondern denselben Datensatz oft gleichzeitig an drei bis fünf Betriebe weitergeben. Das führt dazu, dass Sie sofort in einem harten Preiskampf mit der Konkurrenz um denselben Kunden stehen.
Sind Leadportale günstiger als eigenes Marketing?
Auf den ersten Blick ja, weil nur pro Anfrage abgerechnet wird. Da dieselbe Anfrage aber oft mehrfach verkauft wird, ist die effektive Kosten-pro-Auftrag-Rechnung häufig ungünstiger als bei exklusiven eigenen Anfragen.
Für welche Handwerksbetriebe können Leadportale trotzdem sinnvoll sein?
Leadportale eignen sich vor allem für Start-ups, die schnell ihren ersten Auftrag brauchen, für kurzfristige Lücken im Montagekalender oder für Betriebe, die hauptsächlich über den günstigsten Preis verkaufen und wenig Wert auf Markenaufbau legen.
Marvin Flenche

Über uns

Wir sind die A&M Beratung und unterstützen Handwerksbetriebe seit Jahren erfolgreich dabei, sichtbar in ihrer Region zu werden, mehr Aufträge und Fachkräfte zu gewinnen.

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