Was ein Lead 2026 wirklich kostet
"Was kostet ein Lead?" ist die falsche Frage – zumindest, wenn man dabei stehen bleibt. Die Antwort schwankt je nach Anbieter, Exklusivität und Region so stark, dass eine einzelne Zahl kaum aussagekräftig ist. Trotzdem lohnt sich der Blick auf aktuelle Marktbenchmarks: Sie zeigen, in welcher Bandbreite sich Photovoltaik- und Wärmepumpen-Leads 2026 bewegen – und warum am Ende nicht der Einkaufspreis, sondern die Kosten pro tatsächlichem Auftrag zählen.
Lead-Kosten je Gewerk im Überblick (Marktbenchmarks 2026)
| Gewerk | Geteilter Portal-Lead | Exklusiv / vorqualifiziert |
|---|
| Photovoltaik | ca. 50–70 € | bis zu 150–200 € |
| Wärmepumpe | ca. 40–80 € | bis zu 250–350 € |
Die Spannen sind bewusst breit: Ein anonymer Lead, der parallel an 3 bis 5 Betriebe verkauft wird, kostet wenig – dafür sinkt die Abschlusschance. Ein exklusiver, telefonisch vorqualifizierter Kontakt mit konkretem Vorhaben kostet ein Vielfaches, ist dafür auch deutlich wertvoller. Zur Einordnung: Unsere eigenen Richtwerte für Kosten pro qualifizierter Anfrage je Gewerk finden Sie im Kundengewinnung-Leitfaden.
Warum der Lead-Preis allein nichts über Ihren Gewinn sagt
Ein günstiger Lead, aus dem nie ein Auftrag wird, ist teurer als ein teurer Lead, der abschließt. Die einzig ehrliche Kennzahl ist der Cost-per-Job: Lead-Preis geteilt durch Ihre Abschlussquote.
Geteilter Portal-Lead
60 € pro Lead
Kontakt geht an mehrere Betriebe · ca. 5 % Abschlussquote
Cost-per-Job ≈ 1.200 €
Exklusiv & vorqualifiziert
200 € pro Lead
Exklusiv, telefonisch geprüft · ca. 20 % Abschlussquote
Cost-per-Job ≈ 1.000 €
Trotz höherem Einkaufspreis ist der exklusive Lead hier am Ende günstiger pro Auftrag. Die Beispiele sind zur Veranschaulichung gerechnet, keine garantierten Werte – Ihre reale Abschlussquote hängt von Reaktionsgeschwindigkeit, Angebotsqualität und Region ab.
Was den Preis konkret treibt
Vier Faktoren erklären den Großteil der Preisspanne:
01
Exklusivität
Geht der Lead nur an Sie oder an mehrere Betriebe gleichzeitig? Bei Photovoltaik ist der Mehrfachverkauf an 3–5 Betriebe marktueblich.
02
Vorqualifizierung
Reiner Formulareintrag oder telefonisch geprüftes Vorhaben mit echtem Bedarf?
03
Kaufabsicht
Reine Neugier ("Was kostet das?") oder konkreter Umsetzungswunsch mit Budget?
04
Region und Saison
In Ballungsräumen und zur Hauptsaison steigt der Wettbewerb – bei Wärmepumpen vor der Heizsaison, bei Photovoltaik im Frühjahr/Sommer.
Wie Sie diese Faktoren für Ihr eigenes Marketingbudget einordnen, zeigt die Faustformel im Kundengewinnung-Leitfaden.
Fazit: In Aufträgen rechnen, nicht in Leads
Die Frage "Was kostet ein Lead?" führt in die Irre, wenn Sie dabei stehen bleiben. Rechnen Sie Ihren eigenen Cost-per-Job aus Ihren letzten 20 bis 50 Anfragen durch, bevor Sie einen Kanal bewerten. Vertiefende Praxisbeiträge finden Sie auf unseren Gewerkeseiten zu Photovoltaik und SHK / Wärmepumpe.