Marketing für Handwerker: Kanäle, Kosten und ein Plan für die ersten 90 Tage
Marketing für Handwerker: Welche Kanäle es gibt, was sie bringen und wie Sie in 90 Tagen starten. Mit Kanal-Finder und Rechner für die Kosten pro Auftrag.
Marvin Flenche
Wer ein Handwerksunternehmen führt, kennt das Gefühl: Die Auftragsbücher sind mal voll, mal leer, und Marketing soll das ausgleichen. Gleichzeitig gibt es viele Kanäle, von der Website über Google bis zu Social Media, und jeder verspricht Anfragen. Welcher passt zu Ihrem Betrieb, und womit fangen Sie an?
Dieser Beitrag gibt einen Überblick über Marketing für Handwerker: die wichtigsten Kanäle im Vergleich, einen Finder für den passenden Einstieg, einen Rechner für Ihre Kosten pro Auftrag und einen 90-Tage-Plan.
Kurz gesagt: Marketing im Handwerk heißt, dass Kunden Sie finden, Ihnen vertrauen und anfragen. Die Basis sind eine klare Website, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und zuverlässiges Nachfassen. Danach können bezahlte Anzeigen, Social Media und Empfehlungen folgen. Starten Sie mit ein bis zwei Kanälen und messen Sie, was Anfragen bringt.
Was bedeutet Marketing für Handwerker?
Marketing ist mehr als Werbung. Es umfasst alles, was dafür sorgt, dass passende Kunden und Bewerber auf Sie aufmerksam werden und sich für Sie entscheiden. Im Handwerk lässt sich das auf vier Aufgaben herunterbrechen:
Gefunden werden: Wer nach Ihrer Leistung in Ihrer Region sucht, soll Sie sehen.
Vertrauen aufbauen: Bewertungen, Referenzen und eine klare Darstellung zeigen, dass Sie zuverlässig arbeiten.
Anfragen gewinnen: Der Weg zur Anfrage muss einfach sein, per Telefon, Formular oder Nachricht.
Anfragen in Aufträge verwandeln: Schnelle Antworten und Nachfassen entscheiden oft über den Zuschlag.
Wie digital ist das Handwerk?
Laut einer Bitkom-Befragung nutzen 56 Prozent der Handwerksbetriebe eigene Social-Media-Auftritte oder Social-Media-Werbung, 2022 waren es 40 Prozent. Eine ältere Befragung von Bitkom und ZDH aus dem Jahr 2020 unter 502 Betrieben, über die das Handwerksblatt berichtet, zeigt, wie verbreitet Grundlagen schon damals waren: 97 Prozent hatten eine Website und 84 Prozent standen in Online-Verzeichnissen wie Google Maps. Bewertungsplattformen nutzten 23 Prozent, Auftragsplattformen etwa jeder sechste Betrieb. Die Zahlen sind unterschiedlich alt und zeigen die Verbreitung, nicht den Erfolg.
Die wichtigsten Marketingkanäle im Vergleich
Die Einordnung in der Tabelle ist unsere Einschätzung aus der Praxis, keine Messung. Wie schnell ein Kanal wirkt, hängt von Region, Wettbewerb und Umsetzung ab.
Kanal
Passt besonders, wenn …
Wirkung
Mehr dazu
Website
Sie jede Anfrage auf eine klare Seite lenken wollen
Wählen Sie Ihr Ziel, Ihr Budget und die Zeit pro Woche. Der Finder nennt einen sinnvollen Einstieg und die nächsten Schritte.
Marketing-Finder: Womit fangen Sie an?
Unsere Einschätzung
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1
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3
Das ist eine Faustregel auf Basis unserer Praxiserfahrung, keine Messung und keine Garantie. Welche Beträge für Sie sinnvoll sind, hängt von Ihrem Betrieb und Ihrer Region ab.
Marketing-Rechner: Was kostet Sie ein Auftrag?
Marketing lässt sich nur beurteilen, wenn Sie wissen, was es pro Anfrage und pro Auftrag kostet. Tragen Sie Ihr Budget, Ihre Anfragen und Ihre Abschlussquote ein. Der Rechner zeigt Ihnen, was Sie ein gewonnener Auftrag kostet und was er einbringt.
Marketing-Rechner: Was kostet Sie ein Auftrag?
Ihr Marketing
Ihre Aufträge
Ergebnis
Kosten pro Anfrage-
Angebote pro Monat-
Aufträge pro Monat-
Umsatz pro Monat-
Umsatz pro eingesetztem Euro-
Gewinn nach Marketingkosten (bei Marge)-
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Marketingkosten pro gewonnenem Auftrag
Alle Voreinstellungen sind Beispielwerte und keine Branchenzahlen. Tragen Sie Ihre eigenen Zahlen ein. Das ist eine Rechenhilfe, keine Prognose.
Wenn die Kosten pro Auftrag im Verhältnis zum Auftragswert hoch sind, hilft oft schon, mehr aus den vorhandenen Anfragen zu machen. Der Beitrag Angebote nachfassen im Handwerk zeigt, wie das gelingt. Wie viel Marketing Sie selbst machen und wo sich Hilfe lohnt, vergleicht Coaching oder Agentur.
Kostenlose Potenzialanalyse
Wie viele Anfragen sind in Ihrer Region für Ihren Betrieb drin?
Zu viele Kanäle auf einmal: Besser ein Kanal, der sauber läuft, als fünf halbherzig.
Keine Auswertung: Ohne zu wissen, woher Anfragen kommen, wird jede Entscheidung zum Raten.
Anzeigen ohne passende Seite: Wer auf eine allgemeine Startseite führt, verschenkt Anfragen.
Langsame Antworten: Wer Anfragen erst nach Tagen beantwortet, verliert Aufträge an schnellere Wettbewerber.
Unklare Botschaft: Kunden müssen verstehen, was Sie anbieten und für wen. Wie Sie das herausarbeiten, steht im Beitrag Werbestrategie im Handwerk.
Fazit: Erst die Basis, dann der Kanal
Gutes Marketing im Handwerk beginnt nicht mit dem lautesten Kanal, sondern mit einer klaren Darstellung, lokaler Sichtbarkeit und zuverlässigem Nachfassen. Wählen Sie ein bis zwei Kanäle, messen Sie Kosten pro Anfrage und pro Auftrag und bauen Sie darauf auf.
Weiterführende Beiträge finden Sie in der Kategorie Marketing. Wenn Sie mit Unterstützung planen möchten, welche Kanäle für Ihren Betrieb passen, hilft ein Gespräch.
ISO 9001 zertifiziert. Über 800 Partnerbetriebe im Handwerk.
Häufig gestellte Fragen
Welches Marketing ist für Handwerker am besten?
<p>Das hängt von Ziel, Region und Budget ab. Als Basis empfehlen wir eine klare Website, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und zuverlässiges Nachfassen. Danach können Google Ads, Social Media oder Empfehlungen folgen. Der Marketing-Finder im Beitrag nennt einen passenden Einstieg.</p>
Was kostet Marketing für Handwerker?
<p>Das lässt sich nicht pauschal sagen. Die Kosten hängen von Kanälen, Region und Wettbewerb ab. Entscheidend sind die Kosten pro Anfrage und pro Auftrag im Verhältnis zum Auftragswert. Mit dem Rechner im Beitrag können Sie das für Ihre Zahlen durchspielen.</p>
Wie fange ich mit Marketing im Handwerk an?
<p>Legen Sie zuerst Ihr Ziel fest und vervollständigen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil. Prüfen Sie dann, ob Ihre Website Leistungen, Kontakt und Referenzen klar zeigt. Starten Sie danach mit ein bis zwei Kanälen und werten Sie nach einigen Wochen aus, woher Anfragen kommen.</p>
Sollte ich Marketing selbst machen oder eine Agentur beauftragen?
<p>Das hängt von Zeit, Wissen und Budget ab. Manche Aufgaben, etwa Bewertungen anfragen und Nachfassen, können Sie selbst übernehmen. Für Anzeigen, Technik und laufende Optimierung kann externe Hilfe sinnvoll sein. Eine Gegenüberstellung finden Sie im Beitrag Coaching oder Agentur.</p>
Wie schnell wirkt Marketing im Handwerk?
<p>Bezahlte Anzeigen können kurzfristig Anfragen bringen, solange Sie dafür zahlen. Suchmaschinenoptimierung und lokale Sichtbarkeit brauchen in der Regel länger, wirken dafür dauerhafter. Das ist eine Einschätzung aus der Praxis. Wie schnell es bei Ihnen geht, hängt von Wettbewerb und Region ab.</p>