„Was kostet eigentlich eine Website?“ Die ehrliche Antwort: zwischen gut 12 Euro im Monat und einem fünfstelligen Betrag. Der Preis hängt weniger von der Zahl der Seiten ab als davon, wer die Website baut, wer sie danach pflegt und was sie leisten soll. Eine Visitenkarte im Netz braucht etwas anderes als eine Website, über die jede Woche Anfragen kommen sollen.
Dieser Ratgeber zeigt, was eine Website für Handwerker kostet, welche laufenden Kosten dazukommen und woran Sie ein faires Angebot erkennen. Alle Preise wurden im Oktober 2026 auf den Anbieterseiten geprüft und können sich ändern.
Die Kurzantwort: Preise nach Modell
- Homepage-Baukasten: meist 12 bis 50 Euro im Monat für die gängigen Tarife, nach Ablauf der Aktionspreise. Aufbau und Pflege machen Sie selbst.
- Freelancer: laut Marktübersichten etwa 800 bis 5.000 Euro einmalig, plus laufende Kosten.
- Webagentur: kleine Agenturen etwa 2.500 bis 8.000 Euro, größere 5.000 bis 25.000 Euro einmalig, plus laufende Kosten.
- Website-Abo: ein fester Monatsbetrag, in dem Hosting und Pflege meist enthalten sind. Je nach Anbieter mit oder ohne Einrichtungsgebühr.
Die vier Wege im Vergleich
| Modell | Kosten | Aufbau und Pflege |
|---|
| Homepage-Baukasten | etwa 12 bis 50 Euro im Monat | Sie selbst |
| Freelancer | etwa 800 bis 5.000 Euro einmalig | vorab klären, wer Updates einspielt |
| Webagentur | etwa 2.500 bis 25.000 Euro einmalig | Wartung häufig zusätzlich berechnet |
| Website-Abo | fester Monatsbetrag, Beispiel A&M: 100 Euro im Monat | Hosting und Pflege meist enthalten |
1. Homepage-Baukasten: günstig, aber Ihre Zeit kostet mit
Baukasten-Anbieter wie IONOS, Jimdo, Wix oder Squarespace liefern Vorlagen, Hosting und meist eine Domain für das erste Jahr. Die Normalpreise der gängigen Tarife liegen bei etwa 12 bis 50 Euro im Monat. Achten Sie auf Aktionspreise: Rabatte und die Gratis-Domain gelten oft nur 6 bis 12 Monate. KI-Baukästen, die aus wenigen Angaben eine erste Seite bauen, kosten laut Handwerksblatt etwa 10 bis 20 Euro im Monat.
Der Haken ist nicht der Preis, sondern die Zeit. Texte, Fotos, Rechtstexte und spätere Änderungen liegen bei Ihnen. Abends nach der Baustelle wird daraus schnell eine Seite, die seit drei Jahren niemand angefasst hat.
2. Freelancer: individuell, aber abhängig von einer Person
Ein Freelancer baut Ihre Website nach Ihren Wünschen. Marktübersichten nennen dafür etwa 800 bis 5.000 Euro einmalig oder Stundensätze von 60 bis 120 Euro. Klären Sie vorab, wer nach dem Launch Updates einspielt und was passiert, wenn der Freelancer nicht mehr erreichbar ist.
3. Webagentur: viel Leistung, hohe Einstiegskosten
Agenturen bringen Design, Technik und Texte aus einer Hand. Kleine Agenturen liegen laut Marktübersichten bei etwa 2.500 bis 8.000 Euro, größere bei 5.000 bis 25.000 Euro einmalig. Das Handwerksblatt nennt für individuell programmierte Seiten meist einen niedrigen bis mittleren vierstelligen Betrag. Wartung und Änderungen werden häufig zusätzlich berechnet.
4. Website-Abo: fester Monatspreis statt großer Rechnung
Beim Abo zahlen Sie keinen großen Betrag vorab, sondern monatlich. Hosting, Updates und kleinere Änderungen sind meist enthalten. Die Modelle unterscheiden sich stark: Manche Anbieter verlangen zusätzlich eine Einrichtungsgebühr und binden Sie für 24 Monate. Ein Beispiel: Bei A&M kostet das Website-Abo 100 Euro im Monat bei 12 Monaten Laufzeit, ohne Einrichtungsgebühr. Hosting, Pflege, Domain und E-Mail-Postfächer sind enthalten, Impressum und Datenschutzerklärung werden aus Ihren Firmendaten vorbereitet.
„Kümmern sich um die Website und alles was dazu gehört. Schnell und ordentlich“
Leander W. auf Trustpilot
Laufende und versteckte Kosten
Der Kaufpreis ist nur der Anfang. Diese Posten kommen jedes Jahr dazu, wenn sie nicht im Paket enthalten sind:
- Domain: Eine .de-Domain kostet nach dem ersten Jahr rund 1 Euro im Monat.
- Hosting: je nach Paket etwa 20 bis 180 Euro im Jahr. Managed Hosting mit Betreuung kostet mehr.
- SSL-Zertifikat: Pflicht für eine sichere Verbindung, bei vielen Hostern inklusive oder über Let’s Encrypt kostenlos.
- Wartung und Updates: Agenturen nennen dafür Richtwerte von etwa 300 bis 1.000 Euro im Jahr.
- E-Mail-Postfächer: zum Beispiel 6,80 Euro pro Nutzer und Monat bei Google Workspace.
- Rechtstexte und Cookie-Banner: Generator-Dienste kosten ab etwa 15 Euro im Monat, ein Cookie-Plugin rund 50 Euro im Jahr.
- Texte und Fotos: Profitexte kosten je nach Anbieter etwa 50 bis 120 Euro pro Seite. Stockfotos gibt es zum Beispiel ab 29,99 Euro im Monat für 10 Bilder. Echte Fotos von Ihren Baustellen und Ihrem Team wirken ohnehin stärker.
Rechenbeispiel: Was kostet die Website über drei Jahre?
Vergleichen Sie nie nur den Startpreis, sondern die Gesamtkosten. Ein Beispiel mit angenommenen Mittelwerten:
| Modell | Rechnung (angenommene Mittelwerte) | Gesamt über 3 Jahre |
|---|
| Baukasten | 30 Euro im Monat, plus Ihre eigene Zeit für Aufbau und Pflege | rund 1.080 Euro |
| Freelancer | 3.000 Euro einmalig + 360 Euro Hosting und Domain + 900 Euro Wartung | rund 4.260 Euro |
| Agentur | 6.000 Euro einmalig + 360 Euro Hosting und Domain + 1.800 Euro Wartung | rund 8.160 Euro |
| Website-Abo (Beispiel A&M) | 100 Euro im Monat, Hosting, Pflege und Domain inklusive | 3.600 Euro |
Ihre eigenen Werte setzen Sie einfach in diese Rechnung ein. Entscheidend ist am Ende nicht der niedrigste Preis, sondern was die Website Ihnen bringt: Eine Seite für 1.000 Euro, über die nie jemand anfragt, ist teurer als eine für 4.000 Euro, die jeden Monat Aufträge bringt.
Rechtliches: Was jede Handwerker-Website braucht
Hinweis: Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung.
- Impressum: Pflicht nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG), das seit dem 14. Mai 2024 den alten § 5 TMG ersetzt. Dazu gehören unter anderem Name, Anschrift, E-Mail, gegebenenfalls Registernummer und USt-IdNr. Für zulassungspflichtige Handwerke wird empfohlen, die zuständige Handwerkskammer anzugeben. Bei Verstößen droht ein Bußgeld bis 50.000 Euro.
- Datenschutzerklärung: Nach Art. 13 DSGVO informieren Sie, wer Daten verarbeitet, wozu, auf welcher Rechtsgrundlage, wie lange und welche Rechte Besucher haben. Das betrifft zum Beispiel Ihr Kontaktformular.
- Cookie-Einwilligung: Nach § 25 TDDDG dürfen Informationen auf dem Gerät des Besuchers nur mit Einwilligung gespeichert oder ausgelesen werden, außer sie sind für den gewünschten Dienst unbedingt erforderlich.
- Barrierefreiheit: Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025 für Online-Dienstleistungen an Verbraucher, etwa Online-Shop oder Online-Buchung. Eine reine Informationsseite mit Kontaktformular ist laut Zentralverband des Deutschen Handwerks in der Regel nicht erfasst. Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme sind bei Dienstleistungen ausgenommen.
Was eine Handwerker-Website leisten muss
Eine gute Website ist kein Prospekt, sondern Ihr bester Verkäufer. Interessenten wollen in wenigen Sekunden wissen: Machen Sie, was ich brauche? Arbeiten Sie in meiner Gegend? Kann ich Ihnen vertrauen? Wie frage ich an? Dafür braucht es:
- eine Seite pro wichtiger Leistung, nicht alles auf einer Seite
- Fotos echter Projekte und echte Bewertungen
- Ihr Einsatzgebiet klar benannt
- ein kurzes Anfrageformular und Ihre Telefonnummer auf jeder Seite
- schnelle Ladezeiten auf dem Handy, denn dort suchen die meisten Kunden
Ob Ihre Seite das schon schafft, prüfen Sie mit unserer Website-Checkliste für Handwerksbetriebe. Mehr zum Thema finden Sie im Bereich Website & Conversion. Wenn Besucher über Anzeigen kommen sollen, lesen Sie Google Ads für Handwerker.
Checkliste: 7 Fragen vor der Beauftragung
- Wem gehören Domain, Texte und Bilder, auch nach einer Kündigung?
- Was kostet die Website pro Jahr nach dem Start, inklusive Hosting und Wartung?
- Wie lange ist die Laufzeit, und wie kündigen Sie?
- Sind Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Banner enthalten?
- Wer spielt Updates ein, und wie schnell werden Änderungen umgesetzt?
- Funktioniert die Seite auf dem Handy und lädt sie schnell?
- Wie kommen Anfragen bei Ihnen an, und können Sie messen, wie viele es sind?
Fazit: Rechnen Sie in Anfragen, nicht in Seiten
Eine Website für Handwerker kostet zwischen gut 12 Euro im Monat und fünfstelligen Beträgen. Wer nur auf den Startpreis schaut, übersieht Hosting, Wartung und die eigene Zeit. Vergleichen Sie die Gesamtkosten über drei Jahre und fragen Sie vor allem: Wie viele Anfragen soll die Seite bringen?
Wenn Sie eine Website wollen, die Anfragen bringt, ohne sich selbst um Technik und Pflege zu kümmern: Unter Website für Handwerker erhalten Sie einen kostenfreien Entwurf. Und damit Ihre Seite auch gefunden wird, lesen Sie unseren Faktencheck zu SEO für Handwerker. Alle Wege zu mehr Anfragen bündelt unser Überblick Marketing für Handwerker, den größeren Zusammenhang finden Sie unter Kundengewinnung im Handwerk.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine einfache Website für Handwerker?
Mit einem Homepage-Baukasten zahlen Sie für die gängigen Tarife nach Ablauf der Aktionspreise meist 12 bis 50 Euro im Monat. Eine Website vom Freelancer kostet laut Marktübersichten etwa 800 bis 5.000 Euro einmalig, eine kleine Agentur 2.500 bis 8.000 Euro. Dazu kommen laufende Kosten für Domain, Hosting, Pflege und Rechtstexte.
Welche laufenden Kosten hat eine Handwerker-Website?
Eine .de-Domain kostet nach dem ersten Jahr rund 1 Euro im Monat. Hosting liegt je nach Paket zwischen etwa 20 und 180 Euro im Jahr. Dazu kommen Wartung und Updates, E-Mail-Postfächer (zum Beispiel 6,80 Euro pro Nutzer und Monat bei Google Workspace) und gegebenenfalls ein Dienst für Rechtstexte. Ein SSL-Zertifikat ist bei vielen Hostern inklusive.
Braucht meine Handwerker-Website ein Impressum?
Ja. Geschäftsmäßige Websites brauchen ein Impressum nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG), das seit Mai 2024 den alten § 5 TMG ersetzt. Pflicht sind unter anderem Name, Anschrift, E-Mail und gegebenenfalls Registernummer und USt-IdNr. Für zulassungspflichtige Handwerke wird empfohlen, auch die Handwerkskammer anzugeben. Verstöße können ein Bußgeld bis 50.000 Euro nach sich ziehen.
Muss die Website eines Handwerksbetriebs barrierefrei sein?
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt seit dem 28. Juni 2025 für Online-Dienstleistungen an Verbraucher, etwa Online-Shops oder Online-Buchungen. Eine reine Informationsseite mit Kontaktformular ist laut ZDH in der Regel nicht erfasst. Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme sind bei Dienstleistungen ausgenommen.
Website kaufen oder Website-Abo: Was ist besser?
Beim Kauf zahlen Sie einmalig mehr und kümmern sich danach selbst um Hosting, Updates und Änderungen. Beim Abo zahlen Sie monatlich, dafür sind Hosting und Pflege meist enthalten. Vergleichen Sie die Gesamtkosten über drei Jahre und klären Sie vorab, wem Domain und Inhalte gehören und was nach Kündigung passiert.